Pilgerwege

entdecken und staunen

gränzgängig pilgern 2022 - spirituell - kulturell

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Wir tagespilgern ab Raum Basel rheinaufwärts- mit Abstechern links und rechts des Flusses, etappenweise bis zum Ziel 2026 in Stein am Rhein. Als erstes starten wir in Riehen BS und pilgern auf dem Himmelreich-Jakobusweg bis Efringen-Kirchen D.Die Folge-Etappe geht von Basel zum Marienwallfahrtsort Mariastein.


Am 1. Juni folgt eine Bergetappe über den Nunningerberg zum ehemaligen Benediktinerkloster Beinwil mit seiner wechselvollen Geschichte, Ort der früheren Begegnungsstätte als oekumenischer Gemeinschaft, heute Lebensort des Heiligen Orthodoxen Klosters Beinwil.

Die vierte Wanderung geht im Geiste von Franz von Assisi und vielfältigen architektonischen Denk-Mälern von Dornach/Arlesheim nach Liestal.

17. August 2022; Dornach - Liestal; 14 km; +539/-506

Ankunft Bhf. Dornach-Arlesheim mit S3 um 10:14.


Und zum Abschluss dieses Mittwochspilgerjahres 2022 sind wir in der Konferenzstadt Basel auf den Spuren von Humanisten und Reformatoren, begegnen dem Münster, den mittelalterlichen Theodors- und Peterskirchen, der jugendstilgeprägten Paulus- und der ersten Betonkirche St. Anton.

Wir treffen auf ganz unterschiedliche "Resonanzräume". Alles Orte, die heute als Kunstdenkmäler unter Schutz stehen. Was ist ein "Kunst denk mal"? Kann ein Museum ein spiritueller Ort sein? Welche Assoziationen lösen architektonische Gebäudeformen, zivilisatorische Zersiedelung und naturnahe Kulturlandschaften aus? Wie hören sie sich an? Wie schmecken sie? Wie riechen sie?

Der Rhein trennt und verbindet geographische, sprachliche, kulturelle Räume. Auf unseren Pilgeretappen stossen wir auf Spuren der römischen Antike, des Heiligen Römischen Reiches, der Reformation und Revolution in der Neuzeit. Für wen war das Mittelalter "die gute alte Zeit"? Unterwegs treffen wir auch auf Orte und Landschaften wo Eidgenossen und Leidgenossen Blut vergossen haben in St. Jakob, im alten Zürichkrieg, in den Konfessionskriegen und den europäischen Schlachten. Zahlreiche Bunker entlang des Flusses erinnern an die Grenzbesetzung während des zweiten Weltkrieges. Wir treffen auf Zeugnisse jüdischen Lebens, wandern entlang von Wasser- und Atomkraft und unterlaufen die Anflugschneise des Flughafens Zürich-Kloten.

Menschen prägen diese Landschaft - auch heute noch. Wir begegnen Humanisten, Reformatoren und Revolutionären. Dem Flusslauf entlang zu Fuss und auf Rheinkähnen sind früher nebst Händlern auch Pilger unterwegs gewesen. Wallfahrende Pilger nach Santiago de Compostela? Kirchliche Geschäftsreisende auf dem Weg nach Rom? Abenteurer und Kreuzzug-Pilger auf dem Weg nach Jerusalem? Wieviele von Landvögten zum Pilgern verurteilte Busspilger mussten zwangsweise ihre Stadt verlassen und nach Einsiedeln pilgern?

Entlang des Rheines werden wir auch auf Spuren von Mystikerinnen und Mystikern treffen, z.b. Franziskus von Assisi, insbesondere der rheinischen Mystik. Ebenso auf Spuren von Niklaus von Flüe. Nach der Reformation wurde sein Wirken und seine Bedeutung im langsam entstehenden Bundesstaat von reformierter und katholischer Seite unterschiedlich gedeutet - bis hin zur katholischen Heiligsprechung. Heute wird die Stimme lauter, dass wenn schon Heiligsprechung auch die Ehefrau Dorothee Wyss!!! Weil - ohne Dorothee kein Bruder Klaus...





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Alle Wege und Strassen stehen beispielhaft für die engen kulturgeschichtlichen, wirtschaftlichen, politischen, religiösen Verflechtungen in der gesamteuropäischen Geschichte. Was heute als zeitgemässe Aufklärung gilt, hat auch in diesen Verflechtungen Wurzeln.





Mittwochspilgern 2019, 2020 und 2021

auf den Spuren von Dorothee Wyss und Niklaus von Flüe


Jahreszeitpilgern 2018; Solothurn bis Bern